Sergei Dreznin und Reinwald Kranner spielen Schumann

Collage Dreznin

ALLES CLARA – Ein Schumann Abend mit Sergei Dreznin und Reinwald Kranner

11. Oktober 2020, 19:00 Uhr

Nach so vielen Jahren spiele ich wieder in Wien! Der Abend wird der Musik und Liebe von ROBERT und CLARA SCHUMANN gewidmet. Zuerst kommen seine stürmischen Klavierwerke, darunter die Fantasie in C-Dur. Dann, zusammen mit Stimmwunder Reinwald Kranner, stellen wir DICHTERLIEBE in unserer Bearbeitung dar. RE-MIXED EMOTIONS beleben wieder die süße Qual vom Ewigweiblichen in einem heutigen Groove.

Also, auf ein großes Wiedersehen und ein Gläschen Wein nach dem Konzert freuen wir uns — Alison und ich!

Sergei Dreznin

Sergei Dreznin, in Moskau geborener und in New York lebender österreichisch-russischer Konzertpianist und Komponist, sah 16 von ihm geschriebenen Musiktheaterwerke aufgeführt in Wien, Moskau, New York, Sarajevo, Paris. Er ist „Stammgast“ bei The Bard Festival (New York), Annecy Classique (Frankreich), Julian Rachlin & Friends (Dubrovnik), „Stars of Baikal“ und Svjatoslav Richter Festivals (Russland).

In Wien gründete Dreznin seine Krassnij Angel Company, arbeitete mit George Tabori („The R + J Musical“ und „Hamlet“ bei den Wiener Festwochen), und brachte zahlreiche Projekte auf die Bühne, darunter „Ophelia – opera in blue“, „CrossRoads“ und „Sieg über die Sonne’’.

Seine Katharina die Grosse – ein Musicalepos Russland läuft seit 12 Jahren in Jekaterinburg, Russland — immer ausverkauft. Legendärer Reichtum und unbeschreibliche Armut, Genie und Wahnsinn, Mut- und Selbstlosigkeit, Korruption und Bürokratie, – das alles bleibt russischer Alltag, und das alles findet man in dieser Produktion wieder. In Juni 2019 triumphierte Katharina auf der Bühne vom Berliner Theater am Potsdamerplatz.

Verheiratet mit der Journalistin Alison Smale (The New York Times), er scheut sich als Künstler nicht vor der wahren Ereignisse: „Romeo and Juliet in Sarajevo“ besaß Darstellern aus Bosnien, Kroatien, Serbien, Russland, Österreich,  und aus den USA; „Chansons und Satiren aus Theresienstadt“ brachte in 1992 zurück das legendäre Kabarett des Lagers Terezin und gastierte auf den wichtigsten Bühnen Deutschlands und Österreich. Die Amerikanische, Französische und Russische Versionen folgten. In September 1999 produzierte Sergei sein Politmusical „1000 Sonnen, oder Dr. Jöckel an der Macht“ – eine bissige Satire auf die neue europäische Rechte — und Jörg Haider selbst.

In Dezember 2013 erfolgte in Russland eine neue Premiere: „YAMA. Geschichte aus einem Hurenhaus“. Alexander Kuprins mehr als hundert Jahre alte Geschichte wirkt in dieser lebendigen Bearbeitung sowie angesichts der Tatsache, dass Menschenhandel, Korruption und Zwangsprostitution auch heute noch an der Tagesordnung sind, aktueller denn je. Im 2015 fand in Frankreich die Uraufführung von „24 heures de la vie d’une femme“, einem auf Stefan Zweig basiertes Musikdrama. Seit 2017 läuft das Stück in Spanien, auf Spanisch und Catalan.

Sergei ist bekannt für seine Fähigkeit bei Konzerten, Meisterklassen oder Vorträgen, die Konflikte, welche die Musik und das Leben prägen, zu erklären. Das trifft besonders zu, wenn es darum geht, sein Land, Russland, zu erläutern. Das Land, dessen glorreiches Kulturerbe oft Volumen über das heutige Geschehen spricht.

 

Reinwald Kranner studierte an der Musikhochschule Graz sowie am Konservatorium der Stadt Wien und schloss seine Ausbildung mit Auszeichnung ab. Ebenso wurde er von KS Otto Edelmann zum klassischen Tenor ausgebildet.

Als Kaiser Franz Joseph war er im Musical „Elisabeth“ im Theater an der Wien zu erleben. Weiters folgten Engagements u. a. an den Wiener Kammerspielen als Toni in „Saison in Salzburg“ und als Prinz von Thurn und Taxis in der Operette „Sissi“ in der Wiener Kammeroper. An der Wiener Volksoper war er als Riff in „West Side Story und als Mottel in „Anatevka“ zu sehen. Gleichzeitig gab er im Raimundtheater die Alternativbesetzung für Lord Capulet in „Romeo und Julia“ sowie den Pater Lorenzo, im Ronacher trat er im Musical „The Producers“ auf.

Im Theater des Westens (Berlin) verkörperte er Khashoggi („We Will Rock You“). Im Landestheater Linz u. a. in Hauptrollen u. a. in „Hexen von Eastwick“, „Honk“, „Next To Normal“, „The Wiz“ und „Showboat zu sehen.

2014 spielte er in Mary Poppins (George Banks) im Ronacher.

Immer wieder ist er auch im Ausland tätig: So u. a. in Hongkong, Moskau, den USA oder bei den Festspielen Röttingen. Weitere Stationen: Opernhaus Graz, Metropol, Ensembletheater, Volkstheater, St. Pölten, Jugendstiltheater Steinhof, Berlin und immer wieder Bühne Baden („Evita“, „Les Misérables“, „Viktoria und ihr Husar“, „Zwei Herzen im Dreiviertel Takt“). Er war im Theater des Westens, Berlin, als ­Khashoggi im Queen-Musical „We Will Rock You“ zu erleben.

Reinwald Kranner war in der Spielzeit 2013/14 im Musical­ensemble des Landestheaters Linz engagiert, wo er u.a. in „Hexen von Eastwick“ die Jack-Nicholson-Rolle, Darryl Van Horne, spielte. Im Deutschen Theater München gab er die Titelrolle in „The Wiz – Der Zauberer von Oz“. 2017 sang er Karl Marinelli im Musical „Schikaneder“ (Raimund Theater). 2019 war er in SCHATTENKAISERIN (Kaiser Maximilian I) am Tiroler Landestheater zu erleben.